Die Philosophie der Gefühle schaut auch in die dunkleren seelischen Zonen. Die Melancholie hat Philosophen, Psychologen und Künstler immer schon fasziniert. Man kann sich an ihr wärmen, doch Vorsicht! Einsamkeitsgefühle sind heute weit verbreitet, trotz der Allgegenwart sozialer Netzwerke. Doch ist das Einsamkeitsgefühl nur negativ? Gibt es einen Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein? Und zum Abschluss – die Angst. Auch hier ein Einerseits - Andererseits. Sie lähmt unseren Geist, raubt uns alles Weltvertrauen und warnt uns doch auch wiederum vor Gefahr. Doch der philosophische Blick dringt hier noch tiefer hinein. Was er zeigt? Lassen Sie sich überraschen! Gebühr: 8 €, (erm. EUR 6), Abendkasse In Kooperation mit der Stadtbücherei Esslingen.
„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ erschien 1960 und ist bis heute eines der berühmtesten deutschen Kinderbücher. Nicht bekannt war jedoch die längste Zeit, dass Michael Ende darin zahlreiche historische Motive und Vorlagen verarbeitete. 2009 ging die Kunsthistorikerin Julia Voss in ihrem preisgekrönten Buch „Darwins Jim Knopf“ diesen Spuren nach. In ihrem Vortrag wird sie die überraschenden Hintergründe von Jim Knopf beleuchten und Einblicke in die aktuelle Ausstellung „Natur und deutsche Geschichte. Glaube, Biologie, Macht“ geben, die sie am Deutschen Historischen Museum in Berlin kuratiert hat. Julia Voss ist eine deutsche Kunstkritikerin, Wissenschaftshistorikerin und Journalistin. Sie war stellvertretende Leiterin des Feuilletons der FAZ und ist seit 2015 Honorarprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie wurde vielfach ausgezeichnet u.a. mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft und dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa. Seit 2020 arbeitet Julia Voss im Präsidium des Deutschen Historischen Museums.
Nahezu 1000 Jahre bewegte Geschichte prägen die romanische Klosterkirche St. Pelagius und den Klosterberg. Jahrhundertelang war das leere Grab europäisches Pilgerzentrum der Jerusalemer Chorherren. Im 16. Und 18. Jahrhundert wurden Evangelische Klosterschulen eingerichtet, in denen Johann Albrecht Bengel als Präzeptor wirkte und Friedrich Hölderlin als Schüler lebte. Später roch es im Kloster über 80 Jahre lang nach Senf, Likör und Essig(gurken). Lassen Sie sich mitnehmen auf eine spannende Zeitreise, und lauschen Sie an diesem besonderen Ort geistlichen Lebens bewegenden Geschichten. Treffpunkt: Denkendorf, vor der Klosterkirche im Klosterhof
Jeden Morgen, schon beim Aufstehen, beginnt unser Lauf durch Räume. Wir beginnen ihn mit den Räumen, in denen wir wohnen, in privilegierter Raumfülle bis zu den Wohnsilos der großen Metropolen. Auch die Größe und die Lage des Wohnraums sind Indikatoren von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit. Von der Internationalen Raumstation schauen wir dann hinab auf unsere Erden-Räume, auf karges und üppiges Leben. Und schon streifen wir existenziell durch die Lebensalter, imaginieren das aufsteigende, das reife und das sich im Alter rundende Leben. Wir leben unser Leben in wachsenden und schrumpfenden Ringen. Wie werden die Räume erlebt auf den verschiedenen Stufen des Lebens? Gebühr: 8 €, (erm. EUR 6), Abendkasse In Kooperation mit der Stadtbücherei Esslingen.
Das Thema Schweigen wird im Vortrag mehrperspektivisch beleuchtet. Neben theologischen, soziologischen sowie philosophischen Aspekten wird auch die medizinisch-psychologische Dimension dargestellt. Das Schweigen ist tief in unserer Kulturgeschichte verankert und weiß Gott kein neues Phänomen. Dargelegt wird einerseits der Sinn des Schweigens überhaupt, andererseits seine enorme Bedeutung in der zwischenmenschlichen Kommunikation und Linguistik. Schweigen ist nicht die Kehrseite des (geglückten) Gesprächs, sondern seine Bedingung. Die Wirkweise des Schweigens wird gemeinhin völlig unterschätzt. Aber Schweigen ist nicht gleich Schweigen. Schweigen ist eine Dimension, d.h. eine Kulturtechnik. Es gibt vielfältige Formen und Gründe. Schweigen ist immer beredt. Nicht zufällig gab ein Therapeut einem Klient den Rat: "Wenn ihre Frau nichts sagt, hören Sie genau hin!" Im Vortag werden die wichtigsten Formen und Erscheinungen des Schweigens an Beispielen vorgestellt und ihre Wirkweise aufgezeigt. Auch auf die Bedeutung des Schweigens im heutigen gesellschaftlichen Kontext wird eingegangen.
Anmeldung zwingend erforderlich. Wer nach „Erklärungen“ sucht, tappt meistens im Dunklen und findet nichts. Soziale Phänomene haben Geschichten, die sich rekonstruieren lassen und aus diesen Rekonstruktionen ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Diese sollte man kennen, wenn man über solche Phänomene reden will. Jan Philipp Reemtsma ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie Geschichte der menschlichen Destruktivität. Für seine Biografie über Christoph Martin Wieland erhielt er 2023 den Bayerischen Buchpreis. Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen.
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Der Esslinger Eberhaldenfriedhof wurde 1843 eröffnet und birgt nicht nur Grabstätten aus über 180 Jahren, sondern er ist mit seinem stattlichen alten Baumbestand die grüne Lunge Esslingens und Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Bei diesem Rundgang geht es um die Geschichte und Entwicklung des Friedhofs und der Bestattungskultur im Wandel der Zeiten, um die Bedeutung des Friedhofs als Rückzugs - und Erholungsraum für Mensch und Tier und um das Leben und Wirken besonderer Menschen, die in Esslingen ihre Spuren hinterlassen haben. Treffpunkt: Esslingen, Blumenstraße, am Brunnen vor dem Haupteingang
Immer schon ging es politischer Macht um die Beherrschung und Erweiterung von Territorium. Mit den neuen nautischen Fähigkeiten seit der Renaissance entstand Geopolitik. Die Welt wird aufgeteilt im Auf und Ab der Weltmächte. Dabei ist und bleibt der Raum eine knappe Ressource, er lässt sich nicht beliebig vermehren. Ganz anders dagegen das kulturelle Leben der Menschheit. Da multiplizieren und verdichten sich die Aktivitäten in den Blütezeiten der Epochen, stürmen übereinander in griechischer Antike, in Renaissance, Aufklärung und den künstlerisch turbulenten Jahrzehnten zu Beginn des Zwanzigsten Jahrhunderts Gebühr: 8 €, (erm. EUR 6), Abendkasse In Kooperation mit der Stadtbücherei Esslingen.
Sakrale Räume haben eine ganz besondere Aura. In einer Kirche, einer Moschee, einem Tempel, aber auch in wie als heilig empfundenen Naturräumen schlägt eine andere Zeit. Man tritt aus der Hektik zeitbeschleunigter Gegenwart heraus und in eine Stille hinein, und spirituelle Menschen empfinden dabei gar einen Hauch zeitloser Ewigkeit. Und wenn der sakrale Raum von der barocken Musik Johann Sebastian Bachs erfüllt wird, wenn die gewaltigen Klänge in die Höhe steigen, dann gewinnen die übersinnlichen Räume und Zeiten eine bewegende Evidenz. Gebühr: 8 €, (erm. EUR 6), Abendkasse In Kooperation mit der Stadtbücherei Esslingen.
Viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen haben in Esslingen eine Heimat gefunden und den Ebershaldenfriedhof zu ihrer letzten Ruhestätte gewählt. Bei diesem interkulturellen Rundgang zu ausgewählten Grabstellen erfahren Sie etwas über die Herkunft und Vielfalt von Bestattungsritualen, über Ausdrucksformen des Glaubens und Gedenkens und auch die Natur wird eine Rolle spielen. Treffpunkt: Landenbergerstraße 50, Ebershaldenfriedhof, am Eingang zur Feierhalle
Der Esslinger Eberhaldenfriedhof wurde 1843 eröffnet und birgt nicht nur Grabstätten aus über 180 Jahren, sondern er ist mit seinem stattlichen alten Baumbestand die grüne Lunge Esslingens und Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Bei diesem Rundgang geht es um die Geschichte und Entwicklung des Friedhofs und der Bestattungskultur im Wandel der Zeiten, um die Bedeutung des Friedhofs als Rückzugs - und Erholungsraum für Mensch und Tier und um das Leben und Wirken besonderer Menschen, die in Esslingen ihre Spuren hinterlassen haben. Treffpunkt: Esslingen, Blumenstraße, am Brunnen vor dem Haupteingang