WICHTIG: bitte beachten Sie die Zugangsdaten in der Bestätigungsmail. Donald Trump hat mit seinem erratischen „Transaktionismus“ innerhalb eines Jahres die internationalen Wirtschaftsbeziehungen in ihren Grundfesten erschüttert und die amerikanische Wirtschaft auf einen krisengefährdeten Pfad gesetzt. Nicht das „wie“ seiner Politik, sondern das „wie schnell“ sollte die Partner überrascht haben. Der Vortrag vergleicht die einjährige Zwischenbilanz 2017, dem Beginn seiner ersten Amtsperiode mit der jetzigen und konzentriert sich dann auf vier Felder: heimische Wirtschaftspolitik, internationaler Handel, Umwelt und internationale Finanzbeziehungen. Er kommt zu dem Schluss, dass eine Wiederholung der „rotgelben“ Karte durch die amerikanischen Wähler bei den Zwischenwahlen Ende 2018 auch Ende 2026 nicht ausgeschlossen ist und dass eine Krisengefahr zunächst weniger von der Realwirtschaft (Handel) als von den massiven Veränderungen in den internationale Finanzbeziehungen dank der von Trump geförderten Innovationen in der Geldwirtschaft droht. Rolf J. Langhammer war Stellvertreter des Präsidenten und ab 2007 Vizepräsident des Kiel Institut für Weltwirtschaft von Oktober 1997 bis August 2012 und Professor am IfW Kiel. Er trat am 31.8.2012 in den Ruhestand, ist aber weiterhin am IfW Kiel tätig. Von April 2003 bis September 2004 nahm er die Führung der Geschäfte des Präsidenten wahr. Von Juli 1995 bis November 2005 leitete er die Forschungsabteilung “Entwicklungsökonomie und weltwirtschaftliche Integration“. Darüber hinaus war er seit November 1995 Honorarprofessor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Entwicklungsökonomik an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel und Professor für Entwicklungsökonomik und Internationalen Handel an der WHU Otto Beisheim School of Management in Vallendar/Koblenz von 2013 bis 2016.
In den 1990er Jahren war man allgemein der Auffassung, die Ära der großen Imperien sei zu Ende. Die europäischen Kolonialimperien waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerfallen, und nun war mit der Sowjetunion auch das letzte Imperium verschwunden. Aber im 21. Jahrhundert ist es zu einer Wiederkehr der Imperien gekommen. China organisiert Einflussgebiete im Rahmen seiner Neue-Seidenstraßenstrategie, Russland stützt sich bei der Rekonstruktion des alten Zarenreichs wesentlich auf militärische Macht, und US-Präsident Trump nutzt in aller Offenheit die Methoden der Erpressung und des Drohens, um Geldflüsse in die USA in Gang zu setzen. Wie können sich die Europäer, zumal die EU, die kein Imperium ist und auch nicht werden kann, in einer solchen Welt behaupten?" Herfried Münkler war Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität. Viele seiner Bücher gelten als Standardwerke. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung, dem Carl Friedrich von Siemens Fellowship und dem Preis der Leipziger Buchmesse Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen. Veranstaltungsort: Esslingen: DAS NEUE BLARER – Haus der Evangelischen Kirche für Esslingen, Franziskanergasse 4
Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen. Um Anmeldung wird gebeten. Christoph Jost stellt seit über 20 Jahren sein Leben und seine Karriere in den Dienst der Entwicklungszusammenarbeit, des interkulturellen Austausches und der Völkerverständigung. Einsätze für verschiedene Organisationen führen ihn in über 50 Länder – vom Alphabetisierungskurs im kambodschanischen Dschungel bis zu den Vereinten Nationen in New York. Im Jahr 2023 wird Christoph und mit seiner Familie nach Vientiane entsandt, um das Südostasienbüro des Deutschen Volkhochschul-Verbandes im sozialistischen Laos zu leiten. Ziel des Einsatzes ist es mehr und bessere Lernmöglichkeiten für die Ärmsten und am meisten Benachteiligten zu schaffen du damit verbundene Strukturen zu fördern. Christoph berichtet in seinem Vortrag über seine vielfältigen Erfahrungen und Begegnungen im „Land der Langsamkeit“ – über Treffen mit dem Bildungsminister in der Hauptstadt, das Leben am Mekong und in der alten Königsstadt Luang Prabang bis hin zu Lerninitiativen für Jugendliche und Erwachsene in den entlegensten Dörfern des Binnenstaates. Die Multivisionsshow informiert auf unterhaltsame Weise über die von Deutschland finanzierte Entwicklungszusammenarbeit und gibt tiefe kulturelle Einblicke in ein noch wenig touristisch erschlossenes, authentisches und entspanntes Reiseziel mit unberührter Natur und freundlichen Menschen.
Für 7 Cent den eigenen Ökostrom erzeugen: Nach diesem Vortrag wissen Sie, wie man den eigenen Strom schnell, einfach und ohne Bürokratie produziert und damit Stromkosten senken kann und ihn direkt in das eigene Haus oder die Mietwohnung einspeist. Balkonkraftwerke können ein Einstieg in diese Thematik sein - kleine Solaranlagen erzeugen Strom und speisen ihn direkt in das eigene Haus oder die Mietwohnung ein. An diesem Abend wird das Modell eines Balkonkraftwerks vorgestellt. Vorgestellt wird der komplette Ablauf von ersten Überlegungen über die Materialbeschaffung, Installation, Inbetriebnahme bis hin zum Vorteil für das eigene Portemonnaie - und für den Klimawandel. Jede:r Teilnehmer:in bekommt die Unterlagen, um alles nachzuvollziehen. Beispiele Balkonkraftwerke https://www.youtube.com/watch?v=ryPpBExupCo Sicherheit von Balkonkraftwerken mit vielen Informationen zu Herstellern, Rechtliches und Praktisches https://www.youtube.com/watch?v=znCjtDXpWzQ
Ein Elektroauto – auch für mich im Alltag interessant? Unter dem Titel „Ein Elektroauto – auch für mich im Alltag interessant? Chancen, Mythen und Realität.“ lädt Hans Thaler von der Klima-Taskforce Aichtal zu einem Informationsabend ein. Im Mittelpunkt des Abends stehen die zentralen Fragen rund um die Alltagstauglichkeit von Elektroautos. Mit den derzeit verfügbaren Antriebssystemen gelingt es nur dem Elektroauto, sowohl Umwelt als auch Geldbeutel nachhaltig zu entlasten. Weit verbreitete Mythen, etwa zu Ladeinfrastruktur, Reichweite oder Haltbarkeit der Batterie, werden mit Fakten und Beispielen behandelt. Wie steht es um Kosten und Fahrspaß? Fragen zu gebrauchten E-Autos werden praxisnah beantwortet. „Wie passt ein E-Auto in meinen Alltag?“ Diese Frage beschäftigt derzeit viele Menschen, die über den Umstieg auf ein Elektrofahrzeug nachdenken, sich aber noch unsicher fühlen. Andere wollen sich einfach informieren und mitreden können. Der Informationsabend bietet Raum für Fragen und Gespräche, praxisnah und verständlich.
Mit Bitcoin brach vor 16 Jahren das Zeitalter der Kryptowährungen an. Das selbsternannte digitale Bargeld versprach eine anonym und unmittelbar verwendbare und von außen nicht zu korrumpierende Weltwährung jenseits der Banken und fern vom Staat. Bitcoin sei deswegen, so hört man aus dem Internet genauso wie aus dem Zeitungsfeuilleton oder aus US-Senatsanhörungen, eine „Währung der Freiheit“. Dieses Versprechen ist besonders für jene attraktiv, die unter der Macht der Zahlungsvermittler und repressiven Finanzbehörden leiden – und das sind nicht wenige. Doch ist das Versprechen auch tragfähig? Der Vortrag erläutert die Grundprinzipien der Funktionsweise von Bitcoin und anderen Kryptowährungen und sondiert ihre freiheitspolitischen Ambitionen im Lichte geldsoziologischer Befunde und aktueller politischer Entwicklungen in der Ära Trump. Aaron Sahr ist Wirtschaftssoziologe und leitet am Hamburger Institut für Sozialforschung die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität". Zuletzt erschienen von ihm "Die monetäre Maschine. Eine Kritik der Finanziellen Vernunft" bei C.H. Beck (2022), im Frühjahr 2026 erscheint "Fake Coins. Digitales Geld und analoge Freiheit" in der Hamburger Edition.
Anmeldung zwingend erforderlich. Wer nach „Erklärungen“ sucht, tappt meistens im Dunklen und findet nichts. Soziale Phänomene haben Geschichten, die sich rekonstruieren lassen und aus diesen Rekonstruktionen ergibt sich ein Verständnis für ihre Dynamik. Diese sollte man kennen, wenn man über solche Phänomene reden will. Jan Philipp Reemtsma ist ein deutscher Literatur- und Sozialwissenschaftler. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Literatur des 18. und 20. Jahrhunderts, Zivilisationstheorie sowie Geschichte der menschlichen Destruktivität. Für seine Biografie über Christoph Martin Wieland erhielt er 2023 den Bayerischen Buchpreis. Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen.
Der Rückgang der Gebirgsgletscher zählt zu den sichtbarsten Auswirkungen des globalen Klimawandels. Die Frage, wie lange es die Gletscher der Erde noch gibt und welche Folgen ihr Verschwinden haben wird, betrifft uns alle. Die renommierte Gletscherforscherin Andrea Fischer erklärt anschaulich, wie die Gletscher entstanden sind und wie sie die Landschaft geformt haben. Zudem erzählt sie von der Faszination der Gletscher und der gemeinsamen Geschichte von Menschen und Gletschern. Was aber würde deren Verlust für den Planeten bedeuten? Und können die Gletscher wiederkommen? Andrea Fischer ist Gletscherforscherin und stellvertretende Direktorin des Instituts für interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Für ihre Forschungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. als Wissenschaftlerin des Jahres 2023.
Üblicherweise gehen wir davon aus, dass Entscheidungen auf dem Abwägen von Gründen beruhen sollten, während man sich durch Losverfahren dem blinden Zufall ausliefert. Das scheint auf den ersten Blick irrational zu sein. Tatsächlich gab es aber Losentscheidungen in vielen Lebensbereichen und nicht zuletzt in der Politik schon immer. Der Vortrag geht der Frage nach, wie Losverfahren in der Vergangenheit begründet wurden, und zeigt anhand historischer Beispiele, wie sie funktionierten. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Wie wirkt die koloniale Vergangenheit West- und Zentralafrikas bis heute nach? Welche Verantwortung trägt Europa, und wie kann eine gerechte Aufarbeitung gelingen? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Podiumsdiskussion mit Theodor-Haecker-Preisträger Philip Obaji Jr., dem Journalisten und Autor Issio Ehrich sowie Vertreterinnen des Europäischen Parlaments. Gemeinsam beleuchten sie historische Zusammenhänge, aktuelle politische Entwicklungen und Perspektiven für eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika.
Der Journalist Philip Obaji Jr. erhält 2026 den Theodor-Haecker-Preis der Stadt Esslingen am Neckar - Internationaler Menschenrechtspreis für politischen Mut. Er bekommt die mit 10.000 € dotierte Auszeichnung für seinen außergewöhnlichen Mut und journalistische Integrität, u. a. für die Aufdeckung der Gräueltaten der russischen Söldnergruppe Wagner in der Zentralafrikanischen Republik verliehen. Die Laudatio hält der Journalist und ehemalige Leiter des ARD-Studios in Moskau, Udo Lielischkies. Die Theodor-Haecker-Ehrung i. H. v. 1.500 € geht in diesem Jahr an die Esslinger Suppkultur – ein generationenübergreifendes Projekt, in dem Menschen mit unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen, Theater spielen und gemeinsam Suppe essen. Die Ehrung wird von den Initiatorinnen Marion Jeiter und Sabine Dotzer entgegengenommen.
Wie bekomme ich vergleichbare Angebote für eine Photovoltaikanlage inkl. Speicher und Wallbox? Um eine Ausschreibung für eine PV-Anlage vergleichbar zu machen und zu einem fairen Preis zu kommen, sind ein paar Punkte zu beachten. In diesem interaktiven Seminar werden wir anhand des Daches eines/einer Teilnehmenden einige praktische Tools kennen lernen. - Welche Dachflächen sind geeignet? - Wie groß sollte die PV-Anlage sein? - Sollte ich einen Speicher und eine Wallbox mit beauftragen? - Wie hoch ist der Stromertrag, Autarkiegrad, Eigenverbrauch, die Stromeinspeisung? Jede:r Teilnehmer:in bekommt die Unterlagen, um alles nachzuvollziehen. Voraussetzung für den Kurs: Die Teilnehmer:inne sollten am Kurs "Balkonkraftwerke" teilgenommen haben.
Wir leben in Zeiten der Entfernung. Die politischen Lager, die großen Machtblöcke der Welt, die Stadt vom Land – alles entfernt sich voneinander. Umso wichtiger wird der Blick aus der Nähe. Wo ist im Zeichen medial befeuerter Selbstgerechtigkeit noch Gemeinschaft möglich? Der Schriftsteller und Journalist Simon Strauß findet eine überraschende Antwort: in der Kleinstadt. Hier begegnen sich die Menschen als Gegenüber, hier müssen Konflikte ausgetragen und Kompromisse gefunden werden. Hier lernt man die Demokratie noch einmal neu kennen. Simon Strauß studierte Altertumswissenschaften und Geschichte in Basel, Poitiers und Cambridge. Er ist Mitgründer der Gruppe „Arbeit an Europa". 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Schriftsteller und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Ohne Anmeldung keine Platzgarantie Unser wichtigstes politisches Problem ist nicht der Klimawandel. Auch nicht der Krieg in der Ukraine. Nicht die Wachstumsschwäche der deutschen Wirtschaft. Oder die soziale Ungleichheit. All diese Probleme sind wichtig, aber wir werden sie nicht lösen, wenn wir nicht das wirklich größte Problem unserer Zeit angehen. Das ist der Versuch von Donald Trump, Wladimir Putin und allen Rechtspopulisten dieser Welt, den Unterschied zwischen Lüge und Wahrheit zu zerstören. Wenn das gelingt, wenn die Menschen nicht mehr unterscheiden zwischen Fakt und Fake, dann führt das zur Zerstörung der Demokratie. Um diese zu verteidigen, braucht es Wissenschaft, seriöse Medien und gebildete, an der Wahrheit interessierte Bürger. Petra Gerster studierte in Konstanz, Paris und in den USA Germanistik und Slawistik und war im ZDF bis 2021 Hauptmoderatorin der heute-Nachrichten um 19 Uhr. Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen.
Die industrielle Produktion ist das Rückgrat unseres Wohlstands – doch sie steht massiv unter Druck: Globale Konkurrenz, fragile Lieferketten, geopolitische Krisen und der Klimawandel fordern uns heraus. Die Frage ist nicht, ob wir unsere Produktion neu denken müssen, sondern wie schnell. Eine vernetzte Wertschöpfung im Sinne von Industrie 4.0 ist dabei weit mehr als Effizienzsteigerung: Sie ist der Schlüssel zu einer Produktion, die wettbewerbsfähig, resilient, nachhaltig – und damit zukunftsfähig ist. Björn Sautter wirft einen Blick in die Zukunft der industriellen Wertschöpfung. Er gibt Einblicke in strategische Überlegungen und Forschungsansätze, die den Weg in eine intelligente und nachhaltige Industrieproduktion in Deutschland weisen und unterfüttert diese mit anschaulichen Beispielen aus der industriellen Praxis. Björn Sautter ist Senior Expert Industrie 4.0 bei der Festo SE & Co. KG, einem der weltweit führenden deutschen Unternehmen für Automatisierungstechnik und technische Bildung. Er ist ebenso stellvertretender Industriesprecher des Forschungsbeirats Industrie 4.0.
Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen. Ohne Anmeldung keine Platzgarantie! In einer Zeit, in der Demokratie und Menschenrechte täglich von Extremisten und Autokraten angegriffen und Demokratien bereits in Teilen von »illiberalen Demokraten« übernommen und zunehmend autoritär und totalitär geführt werden, müssen wir mutig diskutieren und handeln. Wir müssen begreifen, dass es doch die Vielfalt ist, die es uns ermöglicht hat, über das Denken nachzudenken. Unsere eigene Widersprüchlichkeit müssen wir nicht mehr als Bedrohung, sondern als Bereicherung verstehen, ohne die unsere (politische) Kultur und Wissenschaft undenkbar wären. Prof. Dr. jur. Dr. phil. Michel Friedman ist Publizist, Jurist und Philosoph.