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Schierl, Thomas

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Das Ende der Kelten: Krieg, Migration, Pandemie oder Klimawandel?
Di. 05.05.2026 19:30
Esslingen

Zur Berücksichtigung der Kombicard muss die Anmeldung schriftlich an info@vhs-esslingen.de erfolgen. Um Anmeldung wird gebeten. Vieles spricht dafür, dass sich das Ende der rechtsrheinischen Kelten im Laufe der ersten Hälfte des 1. Jh. v. Chr. nicht als langsamer Niedergang vollzog, sondern rasch und abrupt erfolgte. Der Zusammenbruch führte dazu, dass möglicherweise in kürzester Zeit das Leben auf dem Lande wie in der Stadt erlosch: Repräsentative Gutshöfe wurden eingeäschert, blühende Dörfer verlassen und großzügig geplante Städte nicht weiter ausgebaut. Bisher ist es ein Rätsel, warum und wohin die Helvetier verschwunden sind, die laut Tacitus ursprünglich zwischen Rhein, Main und oberer Donau lebten und dort die bereits in der Antike sprichwörtliche Helvetiereinöde hinterlassen haben. Als Gründe kommen auch heute noch gesellschaftspolitisch relevante Phänomene wie Krieg, Migration, Pandemie oder Klimawandel in Frage. Das plötzliche Auftreten einer neuen und nicht einheimischen Gruppe, der sogen. Südostbayerische Gruppe, im benachbarten Bayern könnte Anhaltspunkte auch für eien Rekonstruktion der Geschehnisse am Neckar bieten. Diese wohl aus der Mittelgebirgsregion eingewanderten Gemeinschaften haben sich kurzfristig, zwischen circa 80 und 40 v. Chr., in dem verlassenen Land entlang wichtiger Fernverkehrswege niedergelassen. Aber welche Rolle spielte eine bereits bei Caesar erwähnte Einwanderung von Gruppen aus dem Norden oder Osten für den Zusammenbruch der Oppida-Zivilisation in Süddeutschland? Begleiten Sie uns auf einer spannenden Spurensuche, die versucht, anhand neuester Erkenntnisse aus Archäologie, Alter Geschichte und zahlreichen Naturwissenschaften, Licht in das Dunkel der Geschichte zu bringen. Thomas Schierl studierte Ur- und Frühgeschichte, Mittelalterliche Geschichte und Biologische Anthropologie an den Universitäten Jena, Wien, Granada und Bonn und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Ende der keltischen Welt in vielen Teilen Europas. Seit 2024 ist er Mitarbeiter im Forschungsprojekt Helvetiereinöde und Birkengipfel: Archäologisch-botanische Forschungen zur Besiedlung und Landnutzung in Südwestdeutschland zwischen Spätlatènezeit und Römischer Kaiserzeit am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

Kursnummer N221012
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Gebühr: 7,00
mit Kombicard kostenlos
Dozent*in: Thomas Schierl
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29.01.26 10:35:43